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2010: sind wir immer noch die „cantons rédimés“?

Laut einer Meldung von „La Meuse“ in ihrer Ausgabe vom 2. Juni bezeichnet der Staatssekretär Bernard Clerfayt (MR) die Ostkantone als „les cantons rédimés“. Auch wenn die Bezeichnung „Ostkantone“ noch häufig benutzt wird, so ist der Begriff „cantons rédimés“ (= die losgekauften, erlösten, zurückgegebenen Kantone) ganz sicher nicht mehr üblich. Auch wenn er während der Nachkriegsjahre häufig verwandt wurde, bedeutete „cantons rédimés“ in der Folge eine herabwürdigende Haltung gegenüber den deutschsprachigen Belgiern.

Folgende Meldung veröffentlichte daraufhin der BRF am 08. Juni 2010 über seine Internseite. (Quelle: www.brf.be)

„Cantons rédimés”: Stoffels verärgert über MR-Staatssekretär Clerfays

Der SP-Regionalvorsitzende Edmund Stoffels hat verärgert auf eine Äußerung des liberalen Staatssekretärs Bernard Clerfayt reagiert. Dieser hatte in einer RTBF-Sendung von den wiedergewonnenen beziehungsweise erlösten Kantonen – den sogenannten “cantons rédimés” – gesprochen.

Er habe gehofft, so Stoffels, dass diese negativ besetzte Bezeichnung für die Gemeinden deutscher Sprache längst der Vergangenheit angehöre. Der SP-Politiker fordert von Staatssekretär Clerfayt eine formelle Entschuldigung für die verbale Entgleisung.

Die Zeitung “La Meuse” rät dem Staatssekretär unterdessen, sich bei seiner Eupener Parteikollegin und Kammerabgeordneten Kattrin Jadin über die korrekte Bezeichnung für die Deutschsprachigen im Land zu informieren.

   
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