Minister Nollet (ECOLO) beschwichtigt Bedenken von E. Stoffels
Haben die Energiezertifikate Einfluss auf das Katastereinkommen?
Die EU schreibt ihren Mitgliedstaaten vor, bestehende Bauten beim Besitzerwechsel unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, wie es um den Energieverbrauch aussieht. Die wallonische Region hat bzgl. der Umsetzung dieser Forderung einigen Rückstand. Dennoch bereitet sie sich vor, bestehenden Bauten ein Energiezertifikat zu verleihen, anhand dessen sichtbar wird, ob viel oder wenig Energie aufgebracht werden muss, um diese zu nutzen und zu heizen. Stoffels befragte Minister Nollet, ob und inwieweit die Verleihung eines solchen Zertifikats einen Einfluss hat auf den Katasterwert des Gebäudes, und damit auf den zu zahlenden Immobilienvorabzug. Eine berechtigte Frage, denn es ist zu beobachten, dass Bauten mit einem günstigen Zertifikat höhere Preise bzw. höhere Mietwerte erzielen als Bauten mit schlechten Zertifikaten.
Minister Nollet teilte mit, dass er vor kurzem seinen föderalen Kollegen für Finanzen dazu befragt habe. Dieser sei besonders aufmerksam auf die Fragen eingegangen. Die Katasterverwaltung habe demnach diese Woche ein ministerielles Rundschreiben erhalten, welches die Regeln zur Neubewertung des Katastereinkommens festlegt. Es würden die Arbeiten ausgeklammert, die zwecks Energieeinsparung vorgenommen werden. Folglich hätten die Wärmedämmung des Daches, der Mauern und der Böden, der Ersatz von alten Heizkesseln, die Warmwasserbereitung mittels Sonnenenergie oder der Ersatz von Einfach- durch Doppelverglasung keinen Impact auf die Neubewertung des Katastereinkommens eines Gebäudes. Es handele sich dabei um Arbeiten, welche dazu beitragen, bessere Energiezertifikate zu erreichen. |