Stoffels (SP) regt touristische Nutzung an
Wanderwege unterhalten
Die Gesetzgebung ist so alt wie Methusalem. Sie stammt aus dem Jahr 1841 und ist auch heute noch gültig. Die Sprache ist von den so genannten „sentiers vicinaux“, den kommunalen Wanderwegen, die aus einer Zeit stammen, als die Bevölkerung bei weitem nicht so motorisiert war wie heute und auf Schusters Rappen von einem Ort zum nächsten ging. Alle diese Pfade sind in einem Atlas enthalten. Die meisten bestehen heute immer noch. Doch wurden sie längst nicht alle unterhalten und sind deshalb schwieriger zu finden. Dieselbe Frage stellt sich bzgl. der Zugänge zu diesen Pfaden. Dazu Stoffels: „diese Pfade zu unterhalten und touristisch zu erschließen wäre doch eine willkommene Opportunität, das Fahrradnetz RAVEL zu ergänzen. Einerseits bietet eine solche Infrastruktur Familien Wandermöglichkeiten, ohne dass ständig Fahrzeuge die Kinder in Gefahr bringen. Andererseits ist dies eine günstige Gelegenheit, die Landschaft zu erschließen und sie dem Fremdenverkehr zu öffnen.“
Minister Furlan (PS), zuständig in der wallonischen Region für den Bereich lokale Behörden und Tourismus, zeigt sich interessiert. Er wolle die Arbeit seines Vorgängers in den Bereichen RAVEL, Pics verts, Pfade, Wege …fortsetzen. Daher habe er noch diesen Monat eine Versammlung in seinem Kabinett einberufen, um sich über die Methoden und das konkrete Aktionsprogramm zu verständigen. Das wäre – so Stoffels – natürlich auch eine Perspektive, die in der DG flächendeckend voran gebracht werden müsste. Bisher hängen die Fragen von der Bereitschaft der jeweiligen Gemeinde ab, diese Wanderpfade und deren Zugänge zu sichern und zu unterhalten. Es wäre zu schade, wenn der Wanderer an jeder Gemeindegrenze umkehren muss, weil die Nachbargemeinde nicht dieselbe Politik in dieser Frage verfolgt.
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